YULIA KAZAKOVA
Earth Mover
250x150 cm., Acryl auf Leinwand, 2009

Beim Eintauchen in die Industriebilder von Yulia Kazakova ist das revolutionäre Moment, das einst die Zeit der Industrialisierung für die Geschichte der Menschheit und der Technik prägte, spürbar. Jedoch entgegen jeglicher Melancholie oder stereotyper Industrie-Ästhetik gibt Yulia Kazakova den oft in Verruf geratenen Industriearchitekturen eine neue kontextuelle, räumliche und zeitliche Verortung, indem sie deren eigentliche Identität herauslöst aus den  durch Zeit und Umwelt veränderten Bauwerken. Eine Dekonstruktion zum Zwecke neuer illusionistischer Konstruktionen.

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Yulia Kazakovas Bilder entstehen nach dem Prinzip der Collage. Vorgefundene  Bilder, eigene Fotografien oder Zeichnungen inspirieren sie für ihre Bildideen. Sie löst die Motive, Linien und Formen aus dem ursprünglichen Kontext und nimmt sie als Grundlage für ihre Malerische Grafik, wie die Künstlerin ihre Malerei nennt. Ihre konzeptuelle Arbeit ist durchdacht und pedantisch. Wie in einem aktiven Archiv beleuchtet Yulia Kazakova die Verwertbarkeit der Bildfragmente und sortiert das Gefundene neu. Die ausgesuchten Motivfragmente setzt sie wie Puzzlestücke zu einer ganz neuen Bildwelt zusammen. Durch die initiierte Metamorphose der Motive sowie deren Wiederholung und Verdichtung entstehen neue irreale Räume von Architekturen, die eine Unendlichkeit evozieren...

Aus dem Katalogtext „ Im Sog der Traumfabriken“ von

©Constanze Musterer

Kunsthistorikerin M.A.

Lebenslauf

1980            in Moskau, Russland geboren

seit  1998    lebt in Deutschland

Studium

1994-1997         Kunstschule, Moskau (Diplom)

1997-1998         Theater-Kunst-Kolleg, Moskau (Fk.: Theaterpuppen)                                                                 

2001- 2007        UdK Berlin, Fachklasse Prof. Wolfgang Petrick (Meisterschülerin)                                            

   

Einzelausstellungen

2009             Galeria Tomas Cohn, Sao Paulo

2008-2009   „Ansichten“ Kulturhaus Centre Bagatelle, Berlin

2003             “Adam und Eva im Untergrund”, Bildungs- und Begegnungsstätte

                      für Medien “www im Kiez“, Berlin

Gruppenausstellungen

2010            „Themenwechsel“ , FORUM Factory, Berlin

2010             Art Fair SP Arte, Galeria Tomas Cohn, Sao Paulo

2009             „Bier“   Galerie Raab, Berlin

2009             “Kunst am Spreeknie”, Berlin

2009             Art Fair SP Arte, Galeria Tomas Cohn, Sao Paulo

2009             „ Form vs. Inhalt“, Haus am Kleistpark, Berlin

2009             Art Fair Zona Maco México Arte Contemporáneo,

                     Galeria Tomas Cohn, Mexico-City

2008             “Kunst am Spreeknie”, Berlin

2007             “Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK”,

                     Universität der Künste Berlin

2007             „Meisterschülerausstellung“, Universität der Künste Berlin

2006             „Absolventenausstellung“, Universität der Künste, Berlin

2006             “Magistrate 2006” - Kulturnacht in der Potsdamer Strasse, Berlin

2000             Ausstellung mit  S.Kasakov, Stadtgalerie Fulda

1999             Internationale  Biennale “Neues Aquarelle”, Kunststation Kleingassen

Stipendien:

2008-2010   Karl Hofer Gesellschaft- Atelierstipendium

2010-2011   Dorothea Konwiarz Stiftung- Stipendium